Austausch
An der Paul-Gerhardt-Schule nehmen Austauschfahrten eine wichtige Stellung ein, denn das Kollegium sieht auch die Aufgabe der Schule darin, Zugang zu fremden Kulturen zu fördern, den Kontakt mit Menschen aus anderen kulturellen Kontexten zu suchen und ein gegenseitiges Voneinander-Lernen anzuregen. Daher investieren die Kolleginnen und Kollegen, die Austauschmaßnahmen durchführen, viel Zeit und Energie, um den Schülern diese besondere Erfahrung zu ermöglichen. Der Schulträ-ger stellt die finanziellen Mittel zu Verfügung. Dieses Alles mögen viele Eltern und Schüler für selbstverständlich halten, doch liegt gerade hierin eine Besonderheit der Paul-Gerhardt-Schule; nach meinen Informationen sind wir im weiten Umfeld die ein-zige Schule, die allen Schülern eine Austauschfahrt ermöglicht. Die Wandlung des Schüleraustauschs belegt die Wandlung der politischen Gege-benheiten. Ging es in der Nachkriegszeit um Aussöhnung mit den europäischen Nachbarn und Völkerverständigung, so steht heute das respektvolle und tolerante Miteinander verschiedener Kulturen im Vordergrund. Um dieses Miteinander zu fördern, bietet die PGS verschiedene Austauschprogramme an: Klasse 9 : Austausch mit einem ‚collége’ in Ballon in Frankreich, Dasseler, je einem ‚Gimnazium’ in Posen und Legionowo, Polen, und einer Schule in Igualada, Spanien, im Klassenverbund Klasse 11/ Jg. 12 : Austausch im Rahmen des GAPP (German American Part-nership Program) mit der Athens High School in Troy, Michigan, USA (16 Schüler/innen) Sek II : Austausch mit der Goibei Girls High School in Kenia (6 Schüler/innen)
Bei diesen Programmen geht es weniger um sprachliche Fertigkeiten und Tourismus als vielmehr um grundlegende Kompetenzen, die für unser Zusammenleben zuneh-mend bedeutsam sind: die Wahrnehmung des Fremden als Lernmöglichkeit, die Be-wusstmachung der eigenen Prämissen, die Integration eigen- und fremdkultureller Erfahrungen. Durch Projektarbeit und / oder Teilnahme am Unterricht im Ausland und hier in Dassel werden die Schüler der PGS und der Partnerschule angeleitet, sich mit anderen kulturellen Kontexten auseinander zu setzen, sich mit dem Partner abzustimmen und sich der Verschiedenheit zwischen den Kulturen und den Gemein-samkeiten bewusst zu werden. Diesen Lernprozess kann man nicht so gut in Worte fassen wie einen Bericht über die Aktivitäten während des Austauschs, doch werden viele Austauschteilnehmer bestätigen, dass sich ihre Sicht dem Fremden gegenüber geändert hat und sie sich angstfreier in einer anderen Kultur bewegen. In den nunmehr 20 Jahren Austausch an der PGS sind viele interkulturelle Begeg-nungen erfolgt und viele Freundschaften geschlossen worden!
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